Bin ich einfach nicht belastbar genug?
Eine typische Karrierefrage, die auftaucht, wenn Verantwortung wächst und Belastung personalisiert wird.
Diese Frage taucht selten zu Beginn auf.
Meist erst dann, wenn vieles funktioniert.
Der Kalender ist voll.
Die Verantwortung ist klar.
Die Ergebnisse stimmen.
Und trotzdem fühlt sich alles schwer an.
Die Frage kommt nicht laut.
Eher zögerlich.
Fast entschuldigend.
„Vielleicht liegt es ja an mir.“
Sie entsteht nicht aus Bequemlichkeit.
Sondern aus Pflichtgefühl.
Aus dem Wunsch, zuverlässig zu bleiben.
Aus dem Gedanken, nicht klagen zu wollen.
Aus dem Versuch, das eigene Empfinden einzuordnen.
Die Frage sucht keine schnelle Antwort.
Sie sucht einen Ort.
Einen Rahmen,
in dem Belastung nicht sofort bewertet wird.
Viele stellen diese Frage,
wenn sie beginnen, ihre eigene Tragfähigkeit infrage zu stellen.
Nicht, weil sie plötzlich weniger können.
Sondern weil sich etwas verschoben hat,
ohne klar benannt zu werden.
Diese Frage bleibt hier stehen.
Ohne Erklärung.
Ohne Korrektur.